Feuerwehr Haiterbach

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Feuerwehr früher:

Im Gegensatz zu vielen anderen Städten und Dörfern, die in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder von großen Brandkatastrophen und Feuerbrünsten heimgesucht wurden, hatte die Ortschaft Beihingen in seiner mehr als 700-jährigen Geschichte mehr mit dem anderen Element, dem Wasser, zu kämpfen. Auf Grund seiner topografischen Lage direkt an der Waldach kam es immer wieder zu Überschwemmungen und Hochwassern.

Aus den noch erhaltenen historischen Quellen lässt sich erstmals für das Jahr 1748 etwas über Mittel zur Brandbekämpfung entnehmen.

Die drei Ortschaften Oberschwandorf, Beihingen und Bösingen haben gemeinsam eine Feuerspritze beim Spritzenmacher Ludwig Friedrich Buob in Dornstetten bestellt. Die Kosten hierfür waren (vermutlich auf Grund der Einwohnerzahl) wie folgt aufgeteilt:

  • 3/6 Oberschwandorf
  • 2/6 Bösingen
  • 1/6 Beihingen

Die erste historisch belegte eigene Feuerspritze für Beihingen wurde 1835 vom Mechanicus Engelfried in Mühringen gekauft. Am 5. September des selben Jahres schloss der Gemeinderat einen Vertrag mit dem Maurermeister Rath zur "Herstellung eines Thors am Rathauß (später Remise genannt), um die Feuerspritze aufbewahren zu können".

Auf Grund der württembergischen Landesfeuerlöschordnung vom 7. Juni 1885 gab es am 27. Juli 1886 einen Gemeinderatsbeschluss über die Beschaffung verschiedener Gerätschaften um der Feuerlöschordnung zu entsprechen.

Die Beschaffung folgender Gerätschaften wurde Beschlossen:

  • 1 vierrädrige , einstrahlige Saugfeuerspritze, die in der Minute mindestens 160 l Wasser 26 m weit werfen konnte ( Beschaffung bis spätestens 1890)
  • 50 Druckschläuche
  • 1 Stützleiste mit 10 m Länge
  • 1 Stütze für eine der vorhandenen Leitern
  • 2 Erdölfackeln
  • 1 Doppelhaken mit 2,5 m langem Stiel

Die Mannschaft bestand 1886 aus 49 Mann und war wie folgt gegliedert:

  • Spritzenmeister
  • 1. Kompanie: Schlauchführer (7 Mann)
  • 2. Kompanie: Flüchtungsmannschaft ( 10 Mann)
  • 3. Kompanie: Spritzenmannschaft (18 Mann)
  • 4. Kompanie: Wasserträger und Schöpfer (13 Mann)

Hier ist anzumerken, dass die Uniform der Löschmannschaft lediglich aus einem Armband bestanden hat!

Des Weiteren wurde die Gemeinde Beihingen dazu verpflichtet noch im Jahr 1886 die veraltete Lokalfeuerlöschordnung durch eine neue zu ersetzen.

Diese gesetzlich angeordnete Neuausrüstung und Neugliederung kann als der Beginn der heutigen Feuerwehr, ihre organisatorische und technische Neubegründung, angesehen werden.

Bereits am 1. August 1888 konnte die neue Saugfeuerspritze dann vom Bahnhof in Nagold abgeholt werden.

22 Jahre später, im März 1910 wurde ein Hydrantenwagen angeschafft, der vom Bahnhof in Altensteig abgeholt wurde.

Um in der damaligen Zeit im Brandfall die Alarmierung der umliegenden Ortschaften sicherzustellen, wurden von der Gemeinde so genannte Feuerreiter bestellt.

Die letzte gesicherte Eintragung hierzu stammt vom Juni 1902:

Im Brandfall musste Christian Bohnet nach Oberschwandorf und Haiterbach, sowie Georg Braun nach Bösingen und Egenhausen reiten um Hilfe zu alarmieren.

Quelle: Beihingen im Waldachtal
1292 - 1992
Geschichte und Geschichten aus siebenhundert Jahren
von Dr. Karl Kempf

Feuerwehr heute:

Über die Entwicklung des Feuerwehrwesens in Beihingen in der jüngeren Geschichte gibt es seit dem zweiten Weltkrieg genauere Aufzeichnungen:

  • 1954 Beschaffung eines Tragkraftspritzenanhängers TSA (eine Tragkraftspritze war schon vorhanden, jedoch gibt es über das Anschaffungsjahr keine Aufzeichnungen)
  • 1963 Einbau eines Feuerwehrmagazins im Schlachthaus und damit verbunden der Auszug der Feuerwehr aus der alten Remise im Erdgeschoss des damaligen Rathhauses.
  • 1968 Beschaffung einer Tragkraftspritze TS8 mit VW Industriemotor
  • 1975 Gemeindereform und Gründung der Gesamtwehr Haiterbach mit den Abteilungen:

    • Haiterbach
    • Beihingen
    • Oberschwandorf
    • Unterschwandorf

  • 1973 Anbau eines Feuerwehrgerätehauses an das Schlachthaus
  • 1973 Anschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs TSF
  • 1978 Anschaffung der ersten Sprechfunkgeräte
  • 1982 Anschaffung der ersten Atemschutzgeräte
  • 1991 Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze TS8 Ultraleicht
  • 1992 Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeug LF8/6
  • 1994 Anschaffung der ersten Funkmeldeempfänger
  • 1998 und 1999 An- und Umbau des Feuerwehrgerätehauses
  • 2000 Einführung der digitalen Alarmierung

Die Namen und Dienstzeiten der Kommandanten (ab 1972 Abteilungskommandanten) sind seit 1936 schriftlich belegt:

  • 1936 - 1946 Christian Bross
  • 1947 - 1962 Albert Broß
  • 1963 - 1975 Erwin Harr
  • 1976 - 1995 Ernst Stöhr
  • 1996 - 2006 Karl-Heinz Gauss
  • seit 2007 Wolfgang Braun
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