Feuerwehr Haiterbach

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  • Hintergrundbild der Feuerwehr Haiterbach
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Chronik der Abteilung Oberschwandorf

Wie lange es eine Feuerwehr in Oberschwandorf gibt, kann mit genauen Zahlen nicht belegt werden, doch wird das Feuer löschen so alt sein, wie das Feuer selbst. Denken wir zurück, wie unsere Vorfahren vor nicht allzu langer Zeit lebten. Die Häuser waren zum großen Teil aus Holz, das Dach mit Stroh gedeckt. Zur Beleuchtung hatte man den Kienspan, die Pechfackel, die Kerzen und später das Erdöl.

Einweihung Löschgruppenfahrzeug LF8 1969
Einweihung Löschgruppenfahrzeug LF8 1
Fuhrpark der Gesamtwehr bei der Eingemeindung 1975
Fuhrpark der Gesamtwehr bei der Eingemeindung 1975

Zum Kochen hatte man bis in unsere Zeit offene Feuerstellen in der Küche, wo auch zugleich der Ofen in der Stube mitgeheizt wurde. Bei einem Brand fand das Feuer reichlich Nahrung. Oft sind ganze Viertel abgebrannt, bei einem Haus ist es selten genug geblieben. Über große Brände im Mittelalter im ganz alten Oberschwandorf ist hier nichts bekannt. Bei einem Brand musste jedoch sicherlich die ganze Einwohnerschaft beim Löschen mithelfen. Das Wasser wurde mit Eimern, Kübeln und Bütten aus dem Brunnen und vom Bach geholt.

Es wurden Eimerketten gebildet. Man braucht wenig Phantasie, um sich vorzustellen, wie wenig Wasser an die Brandstelle kam und wie unzureichend das Feuer damals bekämpft werden konnte. Im neuen Feuerwehrhaus in Oberschwandorf hängen noch Bütten und Eimer aus dieser Zeit. Eine Wasserleitung wurde erst um 1910 gebaut. Allerdings gab es im ganzen Dorf Brunnen. Es ist anzunehmen, dass es um 1850 die ersten Bewegungen zur Gründung einer Feuerwehr gab. Belegt ist, dass Samuel Walz der erste Kommandant war.

Samuel Walz war aktiver Soldat im Krieg 1870/71. Es war wohl so, dass die Feuerwehr zunächst den Charakter eines Vereins hatte und erst nach und nach kommunal und staatlich eingegliedert wurde. Den ersten großen Brand bezeugt nachfolgende Rechnung.

„ Ausgaben Geld - Für Brandbekämpfung: Wegen der im Oktober 1783 in Oberschwandorf entstandenen großen Feuersbrunst wurde der Tag und Nacht im Einsatz befindlichen Mannschaft ein Glas Wein und Brot verabreicht und dem hiesigen Löwenwirt Michael Schaupp nach beiliegender Quittung bezahlt 3 Gulden und 19 Kreuzer.“

Vermutlich hat diese Feuersbrunst den Gemeinderat dazu veranlasst, im Jahre 1787 eine Feuerspritze zu kaufen. Nachfolgender Zeitungsausschnitt des Nagolder Intelligenzblattes von 1886 belegt den Brand der Zehntscheuer:

Handgezogener Schlauch-Hydrantenwagen von 1956 bis 1973 eingesetzt
Handgezogener Schlauch-Hydrantenwagen von 1956 bis 1973 eingesetzt
Einweihung Löschgruppenfahrzeug LF8 1969
Einweihung Löschgruppenfahrzeug LF8 1969

Zeitungsausschnitt

Gebrannt hat es in einer Weberei, an der Stelle wo heute das Sägewerk Kübler steht. Dieses Sägewerk brannte dann 1919. Neben dem alten Schulhaus, heute Rathaus, stand ein Haus, das abbrannte. Im Jahr 1922 brannte eine Scheune des Gottfried Mutz nieder. 1927 brannte das Haus der Gottlieben Gutekunst; dieses wurde nicht mehr aufgebaut. 1946 brannte das Wohnhaus der Marie Walz, Goldschmieds Witwe. 1951 eine Baracke auf dem Gelände des Sägewerks. 1959 und 1961 brannte es bei der Möbelfabrik Gebrüder Gutekunst und am 02.09.1963 bei Heinz Welker (heute Volksbank). Dort brannte das Wohnhaus mit Scheune nieder und wurde nicht wieder aufgebaut. 1987 brannte der Schuppen der Firma Julius Gärtner in der Wiesenstraße ab. Weitere große Brände in Oberschwandorf waren zwei Wohnhausbrände in der Hauptstraße und der Rohrdorfer Straße. Der “Sturm Lothar“ am 2. Weihnachtsfeiertag 1999 erforderte den Einsatz der Feuerwehr. Im Jahr 2000 vernichtete ein Feuer die Turnhalle und beschädigte das Schulhaus in großem Ausmaß. Insgesamt 31 Stunden dauerte der Einsatz 2010 beim Brand der Mülldeponie in Walddorf. Nachfolgendes Gedicht erschien am 30.01.1963  im Schwarzwälder Bote aufgrund einer wahren Begebenheit

En Oberschwandorf, do hot`s „brennt“
ond älles isch uf d`Stroß nausgrennt
mit Angst ond schlottriche Knie:
„Brennt`s nebea, brennt`s wisawie?“

Beim Vesper sitzt dr Hans, dr Fritz,
dr Schreinermeister ond dr Schütz,
dr Karle horcht: „Was, hör i recht?
Do heult d`Siren` ond des net schlecht.“

Dr Kittel brengt ehm schau sei Frau,
dr große Helm, den holt se au.
Dr Kommandant, der hot endesse
a wenzigs Stück vom Rauchfleisch gesse,

do sprengt er uf, der wichtig Ma,
wo oft no`s Feuer hebe ka.
Zuem Rothaus rennt dr ganze Flecke
ond guckt noch Rauch ond Flammelecke.

Doch brändelt`s net, er sieht koin Hauch,
zur Vorsicht holt mer doch dr Schlauch.
Do kommet d`Trepp vom Rothaus ronter
zwoi Italiener, net grad monter,

dia zwoi, dia send net no verschrocke,
ond standet trüeb en ihre Socke.
Wia gucket onterm schwarze Hoor,
dia Auge matt ond hilflos vor!

Mit Kauderwelsch ond Zeichesproch
erfährt mer`s Missgeschick noch ond noch.
Dia Kerle hent zuem Schultes gwellt,
ond hent au höflich bei ehm gschellt,

se drucket oifach uf an Knopf,
do schellt`s, `s verreißt oim schier dr Kopf,
denn statt dr Klengel tuet d`Sire,
o mamma mia, mir send he!

An Haufe Schnee, an kalter Wenter
ond jetzt no des, mir Oglückskender!
Dr Schultes kommt, doch net bloß der,
`s kommt s`ganze Dorf ond d`Feuerwehr!

Euer wueschte Urschel

Pferdegezogene Handdruckspritze bis 1952 eingesetzt
Pferdegezogene Handdruckspritze bis 1952 eingesetzt
Spritzremise Unterkunft der Feuerwehr bis 1968
Spritzremise Unterkunft der Feuerwehr bis 1968
Tragkraftspritzenanhänger TS6 von 1956 bis 1973 eingesetzt
Tragkraftspritzenanhänger TS6 von 1956 bis 1973 eingesetzt

Auch mit Hochwassern hatte es die Feuerwehr immer wieder zu tun. 1947 standen z.B. auf dem Gelände des Sägewerks Baracken unter Wasser und mussten geräumt werden. Am 14.03.1963 beteiligte sich die Feuerwehr auf der Suche nach Günther Schmidt, der in die Hochwasser führende Waldach gefallen war. Leider konnte der Bub erst am anderen Tag tot geborgen werden.

Garant für die Schlagkraft der Oberschwandorfer Feuerwehr in der Vergangenheit und auch in der Zukunft war und ist die hohe Beständigkeit bei den Feuerwehrkommandanten. Der erste Kommandant war Samuel Walz (aus 1224 ca. 1880). Ihm folgte Jakob Brenner senior (aus 102 um 1900), dann Gottlob Morhardt senior (aus 680 ca. 1920). Darauf wurde Johannes Walz (aus 1229 ca.1930/40), Gipser, zum Kommandant gewählt.

Zu dieser Zeit (1946) gehörten die nachfolgenden Personen der Freiwilligen Feuerwehr an:
Müller Johannes (Stellv. Kommandant), Hölzle Gottlob (Geräteverwalter), Brenner Emil, Brenner Hugo, Broß Christian, Luginsland Eugen, Röhm Adolf, Schöttle Emil, Gänßle Otto, Walz Georg, Walz Karl, Walz Karl, Zeitter Emil, Hölzle Richard

Jeder kennt Adolf Röhm (aus 758, 1951-1961) als Kommandanten und seinen Nachfolger Karl Rümmele (aus 3050, 1961-1972). Anschließend übernahmen Adolf Schneider (aus 3220, 1972-1985) und Hermann Bechtold (aus 1456, 1985-2005) dieses Amt. Seit 2005 ist Jürgen Rapp der Abteilungskommandant in Oberschwandorf. Wenn man diesen kurzen geschichtlichen Abriss sieht, kann man die enorme Veränderung in dieser Zeit ermessen. Außer unserem Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ hat sich im Feuerwehrwesen, insbesondere in der Feuerwehrtechnik, nahezu alles verändert.

An technischer Ausstattung war die Feuerwehr Oberschwandorf sicherlich immer zeitgemäß und gut ausgerüstet. In ganz alten Akten finden wir, was an Feuerlöschgeräten vorhanden war: eine Fahrfeuerspritze, erbaut 1787 von Johannes Beck in Kuppingen, zwei Feuerleitern, zwei Feuerhaken, vier Sticher, 86 Feuereimer, ein Tuch zum Abdecken der Feuerspritze, zwei Schraubenschlüssel. Diese Aufstellung wurde am 03. Juni 1867 von Schultheiß Bürkle und Spritzenmeister Jakob Schumacher beurkundet. Unter diesen Akten fanden wir auch einen Vertrag zwischen der Gemeinde Oberschwandorf und der Glockengießerei und Feuerspritzen-fabrik Heinrich Kurz in Stuttgart über die Lieferung einer vierrädrigen Saug- und Druckfeuer-spritze (Modell Landspritze Nr. 3). 1890 wurde eine acht Meter lange Aufstellleiter angeschafft. Im Jahr 1910 wurde die Wasserleitung im Ort verlegt, so konnte die Feuerwehr auch modernisiert und an diese Verbesserung angepasst werden. Es wurden sofort zwei Hydrantenwagen mit 100 m Schlauch gekauft. Die erste Motorspritze, eine TSA 6, wurde 1952 von der Firma Ziegler an die Oberschwandorfer Feuerwehr geliefert.

Bis zum Jahre 1968 war die Feuerwehr im alten Feuerwehrmagazin an der Johrsbergstraße, schräg gegenüber vom heutigen Brunnen, heimisch. 1968 zog die Feuerwehr von dieser alten Spritzremise, welche inzwischen viel zu klein geworden war, in den Neubau am heutigen Platze um.

1969 wurde das 90järige Jubiläum der Wehr gefeiert. Das große Geschenk, der damals noch selbständigen Gemeinde Oberschwandorf zum Jubiläum war ein Löschfahrzeug LF 8/TS, mit Schaumausrüstung und schwerem Atemschutz. Diese, für damalige Verhältnisse, für die kleine Gemeinde Oberschwandorf sehr teure Anschaffung, zeigt die Aufgeschlossenheit der Verwaltung gegenüber den wahrzunehmenden Aufgaben der Oberschwandorfer Feuerwehr und der Notwendigkeit, für den Ernstfall gerüstet zu sein.

So ausgerüstet, konnte die Freiwillige Feuerwehr Oberschwandorf im neunten Jahrzehnt ihres offiziellen Bestehens gut gerüstet in die Zukunft schauen. Natürlich wurde es auch in den folgenden Jahren nicht versäumt, die Ausrüstung an neue Gegebenheiten anzupassen.

Bereits kurz nach der Wahl des Kommandanten Bechtold wurde aus dem Kreise des Ausschusses der Freiwilligen Feuerwehr Oberschwandorf heraus der Wunsch laut, das Gerätehaus zeitgemäß zu beheizen und mit entsprechenden Sanitärräumen auszustatten.

So wurde bereits im März 1990 über den Ortschaftsrat Oberschwandorf an den Stadtrat Haiterbach die Bitte herangetragen, unser Gerätehaus zu modernisieren. Die Verwaltung und auch der Gesamtausschuss der Freiwilligen Feuerwehr Haiterbach war damals unserer Bitte sehr aufgeschlossen und so wurden in kurzer Zeit bereits kommunalpolitisch und finanziell die Möglichkeiten geschaffen, den Einbau einer Heizung vorzunehmen, den Schulungs- und Kameradschaftsraum im Dachgeschoss, sowie die Umkleide- und Sanitärräume anzubauen.

Mit diesem An- und Erweiterungsbau wurde das gesamte Gebäude grundlegend saniert. Mit der Planung wurde seitens der Stadt Herr Architekt Helber aus Haiterbach beauftragt. Im Sommer 1993 wurde mit dem Bau begonnen. Nach 1 ½ Jahren Bauzeit konnte am 10.09.1994 das neue Feuerwehrhaus in Oberschwandorf eingeweiht werden.

Die Oberschwandorfer Feuerwehr trug mit 2.000 freiwilligen Arbeitsstunden und erheblicher finanzieller Eigenbeteiligung wesentlich zum Gelingen des Bauwerks bei. Insgesamt kostete der Bau 406.000 DM. Das Land Baden-Württemberg bezuschusste dieses Projekt mit 118.000 DM.

Trotz erheblicher baulicher Probleme konnte das Objekt planmäßig abgeschlossen werden. Den jüngeren Oberschwandorfer Wehrmännern wurde erst bei den Bauarbeiten bewusst, dass die Waldach früher einmal im Bereich des heutigen Gerätehauses geflossen ist. Erst ab einer Tiefe von 4 bis 5 m konnten Bauarbeiter ein tragfähiges Schotterbett finden, auf dessen Grundlage man bauen konnte. Bereits während der Baumaßnahmen war der Ausschuss der Abteilung mit dem Aussuchen und Festlegen eines neuen Feuerwehrfahrzeuges beschäftigt.

Wegen der gewachsenen Bevölkerung, der stark zugenommenen gewerblichen und privaten Bebauung, war man sich in der Oberschwandorfer Feuerwehrführung bereits Anfang der 90er Jahre einig, dass man ein Löschgruppenfahrzeug mit einem Wassertank anschaffen müsse. Diese Notwendigkeit wurde in das Haiterbacher Feuerwehrkonzept von 1991 umgesetzt. Damals wurde vorgesehen, alle Abteilungen mit zeitgemäßen Fahrzeugen in zeitlichem Abstand auszustatten, so dass eine optimale technische Ausrüstung aller vier Abteilungen gewährleistet sei.

Am Freitag, den 07.06.1996, konnte dann auch das nagelneue Löschgruppenfahrzeug, vom Typ LF 8/6 mit einem 600 l fassenden Wassertank der Firma Ziegler in Giengen an der Brenz abgeholt werden. Die Gesamtkosten für das neue Fahrzeug beliefen sich auf  280.000 DM, wobei der Stadt Haiterbach Zuschüsse von 76.000 DM vom Kreis und vom Land zuflossen. Im Jahr 2010 wurde die Feuerwehr Oberschwandorf mit einem hydraulischen Rettungssatz und einem Mannschaftstransportwagen ausgerüstet.

Es gelang der Feuerwehr Oberschwandorf zwischen den Jahren 2005 bis 2010 die Mannschaftsstärke auf 36 Männer und eine Frau anzuheben. Dadurch ist es bereits wieder notwendig sich über bauliche Veränderungen Gedanken zu machen.

Der heutigen Führung der Oberschwandorfer Feuerwehr obliegt es, den hervorragenden sachlichen Ausrüstungsstand mit Leben zu erfüllen und das Personal entsprechend zu schulen und fortzubilden. Durch die regelmäßige Aufnahme neuer, insbesonders junger Feuerwehr-kameraden und durch die fortlaufende Aus- und Weiterbildung, wurde dies erreicht.

Am 02.07.1983 konnte die Oberschwandorfer Feuerwehr als erste Abteilung innerhalb der Gesamtwehr Haiterbach das goldene Leistungsabzeichen in Jettingen ablegen.

Natürlich ist auch unsere Feuerwehr am kulturellen Leben in Oberschwandorf maßgeblich beteiligt. Die Feuerwehr führt traditionell seit Jahrzehnten die Aufstellung des Mai- und des Weihnachtsbaumes durch. Seit vielen Jahren wird am Nikolaustag, zusammen mit dem örtlichen Musikverein eine musikalisch untermalte Dorfweihnacht angeboten.

Unvergessen sind die mit hohem Aufwand durchgeführten dreitägigen Jubiläumsfeste 90 (1969) Jahre Feuerwehr und 100 Jahre (1979), sowie das 125-jährige Bestehen der Feuerwehr in Oberschwandorf (2004). Ebenfalls bei vielen sind die „Spritzenfeste“ in guter Erinnerung. Dort kam unsere alte Feuerwehrspritze, in Form eines lustigen Spritzenwettbewerbes, zum Einsatz. Hier ist es allerdings so, dass sich der Feuerwehrausschuss vor einigen Jahre entschlossen hat, diese Spritze nicht mehr für solch sportliche Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen, um dieses historisch sehr wertvolle Gerät auch nachfolgenden Generationen unversehrt zu erhalten.

Nicht unerwähnt bleiben darf auch die Rolle der freiwilligen Feuerwehren Haiterbach, mit allen Abteilungen, für das Zusammenwachsen der Gesamtstadt nach der Eingemeindung. Nachdem Oberschwandorf 1974 nach Haiterbach eingemeindet wurde konnte unter der Führung vom damaligen Haiterbacher Hauptkommandanten Helmut Renz schnell ein Zusammenwachsen der einzelnen Abteilungen erreicht werden. Die Oberschwandorfer Feuerwehr entsandte Ausschussmitglieder in den Gesamtausschuss der Feuerwehr Haiterbach und es wurden sofort gemeinsame Übungen abgehalten. Durch dieses Zusammenwachsen der einzelnen Teilortswehren und der Haiterbacher Feuerwehr wurde auch das Zusammenwachsen der Gesamtstadt Haiterbach erleichtert und beschleunigt. Getrübt wurde dies in den ersten Jahren lediglich durch den „Kampf um den Oberschwandorfer Schwan“. Nach der Eingemeindung wurde von der Stadtverwaltung Haiterbach beschlossen, dass die Gesamtwehr auf den Uniformen nur ein Wappen führen sollte und zwar das bisherige Haiterbacher Wappen.

Dagegen wehrte sich die Oberschwandorfer Wehr und trug lange Zeit, entgegen dieser Anweisung das Oberschwandorfer Wappen, den weißen Schwan, weiter auf der Uniform. Dies wiederum blieb bei den Haiterbacher Kameraden nicht ohne Wirkung und so gab es in den Anfangsjahren manche heiße Diskussion hinsichtlich des Wappens. Dieses Thema hat sich dann aber von selber erledigt und es wurden immer mehr wichtige Sachthemen, insbesondere Anschaffungen und Ausbildungsinhalte in den Vordergrund der gemeinsamen Arbeit gestellt. Der Chronist ist überzeugt, dass es heute kein Problem mehr wäre, dass die einzelnen Haiterbacher Abteilungen auch ihre angestammten Wappen, z.B. neben dem  Haiterbacher Stadtwappen, auf der Uniform tragen könnten.

Ein Feuerwehrjahr ist heute durch 40 Übungstunden, darunter eine gemeinsame Waldbrand- und Hauptübung der Gesamtwehr Haiterbach geprägt. Des Weiteren kommen noch eine Vielzahl von Sonderübungen, z.B. für Maschinisten und Atemschutzgeräteträger, dazu. Ebenso medizinische Untersuchungen für die Atemschutzgeräteträger. Des Weiteren wird traditionell der Mai- und Weihnachtsbaum aufgestellt. Ebenso wird das jährliche Nikolausfeier des Musikvereins „Die Musketiere“ Oberschwandorf bewirtschaftet.

Als Eintrittsvoraussetzungen sind gute Gesundheit und ein ordentlicher Leumund erforderlich. Wir nehmen auch gerne Frauen in die Feuerwehr auf. Eine weitere Möglichkeit ist der Eintritt in die bestehende Haiterbacher Jugendfeuerwehr. Falls sie Interesse haben, wenden sie sich einfach an einen Feuerwehrkameraden aus der Oberschwandorfer Abteilung.

Wir hoffen, dass auch in Zukunft, getreu unserem Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ viele junge Menschen sich diesem wertvollen Dienst verschreiben und auch beim 1000 jährigen Bestehen von Oberschwandorf die Feuerwehr sich noch in würdiger Form zeigen kann.

Stadtverwaltung Haiterbach | Marktplatz 1 | 72221 Haiterbach | Tel.: 07456 93880 | Fax: 07456 938839 | E-Mail schreiben