Feuerwehr Haiterbach

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Chronik der Abteilung Unterschwandorf

Auf Anordnung der königlichen Feuerlöschordnung des Oberamtes Nagold stellte der damalige Gemeinderat im Jahr 1879 eine Löschmannschaft zusammen.

Diese Löschmannschaft stellte sich wie folgt zusammen:

  • Feuermeister Gutpächter Meinle
  • Stellvertreter des Feuermeisters Mühlenbesitzer Haischt
  • 2 Feuerreiter
  • 2 Feuermeister
  • 1 Rotte (12 Mann)
  • 1 blaue Spritzenmannschaft
  • 1 Trupp Wasserträger und eine Wachmannschaft

Am 15.02.1949 beschloss der Gemeinderat dem neu gegründeten Kreisfeuerwehrlöschverband Calw beizutreten. Der Beitritt erfolgte bereits zum 09.11.1948 durch Bürgermeister Rapp.

Im Jahr 1949 wurde über den Bau einer Wasserversorgung für die Winterseite mit einem Hochbehälter sowie einem Pumphäuschen beraten. Kreisbaumeister Link wurde von Bürgermeister Rapp und dem Gemeinderat beauftragt, Pläne und Kostenvoranschlag für den Bau der Wasserleitung auszuarbeiten. Auf Anweisung von Landrat Geissler wurden die Trinkwasserverhältnisse von Herrn Medizinalrat Dr. Schöck in Unterschwandorf überprüft. Beide unterstützten den Bau der Wasserversorgung, da die bisherigen Verhältnisse auf Dauer nicht tragbar waren. Der Beschluss des Gemeinderates zum Bau einer zentralen Trinkwasserversorgung war eine wichtige Vorentscheidung zur Gründung einer Feuerwehrabteilung in Unterschwandorf. Im Februar 1955 wurde die Wasserversorgung fertiggestellt. Die Landesfeuerwehrlöschkasse hatte den Bau mitfinanziert.

Mit der Fertigstellung der Wasserversorgung mit Hochbehälter und 7 Hydranten, sowie einem Hydrantenwagen mit Zubehör und 105 Meter Schläuche stand der Gründung einer Feuerwehrabteilung nichts mehr im Wege. Am 18.05.1955 lud Bürgermeister Rapp in einer Gemeinderatssitzung alle Männer im Alter von 20 bis 50 Jahren auf das Rathaus ein. Der damalige Kreisbrandmeister Stauch wies die interessierten Männer auf die Dringlichkeit und Notwendigkeit einer Feuerwehrabteilung in Unterschwandorf hin. An diesem Abend konnten 19 Männer für die neue Feuerwehrabteilung gewonnen werden. Die Gemeinde Unterschwandorf gründete mit sofortiger Wirkung eine Freiwillige Feuerwehr. Die Satzungsinhalte lautenden:

  • Der Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr entspricht einem Ehrendienst.
  • Der Feuerwehr können Männer im Alter von 20 bis 50 Jahren, die körperlich geistig und gesund sind, beitreten.
  • Männer, die aus besonderen Umständen keinen Feuerwehrdienst leisten können, wurden zu einer jährlichen Feuerwehrabgabe veranlagt.
  • Eine Entschädigung für die Dienstleistungen in der Freiwilligen Feuerwehr kann von der Gemeinde gewährt werden.

Die Gründungsmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Unterschwandorf:

Bucher, Klaus-Dieter Bihler, Ernst Fassnacht, Xaver Hog, Fritz Häußler, Paul Häußler, Joseph Löffler, Eugen Mehl, Ernst Müller, Hans Mühlthaler, Joseph Niethammer, Alfred Pfeiffer, Heinrich Simch, Joseph Simch, Erhard Söll, Heinrich Talmon, Willi Schray, Helmut Walter, Franz Hehr.

Am 27.11.1955 wählten die Feuerwehrangehörigen nach einer Abschlussübung ihren Feuerwehrkommandanten. Die Wahl erfolgte nach den Grundsätzen der Mehrheitswahl. Die Stimmen entfielen auf Paul Häußler (7 Stimmen), Ernst Mehl (6 Stimmen) und Willi Talmon (1 Stimme). Paul Häußler "Holzhauer" wurde vom Gemeinderat zum ersten Feuerwehrkommandant bestätigt.

Nachdem die Gerätschaften der Feuerwehr seit der Gründung in der Scheuer von Kommandant Paul Häußler untergebracht wurden, beschloss der Gemeinderat am 29.12.1955 den Bau eines Feuerwehrhauses mit Milchannahmestelle. Im März 1957 erfolgte ein Beschluss für den Nachtragshaushalt. Am 26.07.1957 wurde durch den Gemeinderat der Rathausneubau (Mehrzweckgebäude) nach den vorgelegten Plänen beschlossen. Der Neubau wurde durch das Regierungspräsidium Süd-Württemberg-Hohenzollern mit 1800 DM aus Mitteln der Feuerschutzsteuer bezuschusst. Die anteiligen Baukosten betrugen für das Gerätehaus 6800 DM.

Am 19.09.1957 wurde die erste Feuerwehrsatzung für die Feuerwehr Unterschwandorf erlassen. Im Januar 1958 legte der Gemeinderat eine Entschädigung für die Feuerwehrangehörigen fest. Eine Entschädigung an die Feuerwehrangehörigen wird erstmals für das Jahr 1957 gewährt. Pro Feuerwehrmann und besuchter Übung werden 0,50 Pfenning ausgezahlt. Der Feuerwehrausschuss beantragte die Mannschaftsstärke von 12 Mann auf 14 Mann und weitere 30 Meter Feuerwehrschläuche zu erhöhen.

Am 10.01.1958 erfolgte die Festsetzung der ersten Feuerwehrabgabe in Unterschwandorf. Diese betrug für die Altersgruppe 18 bis 50 Jahren 15 DM, für die Altersgruppe 50 bis 60 Jahren 7,50 DM.

Kommandant Paul Häußler wurde am 06.11.1958 auf eigenen Wunsch entlassen. Willi Talmon wird zum neuen Kommandanten gewählt.

Im Januar 1966 wurde für die Feuerwehr eine fahrbare Anhängerleiter mit einer Steighöhe von 12 Meter zum Preis von 3951 DM beschafft.

1970 beendete Kommandant Willi Talmon seinen aktiven Feuerwehrdienst. Er wurde nach seinem Ausscheiden zum Ehrenkommandanten ernannt. Der bisherige Stellvertretende Kommandant Ernst Mehl übernahm das Amt des Kommandanten bis zum 31.12.1981. 

Der Kauf eines Feuerlöschfahrzeug TSF 6 wurde durch den Gemeinderat am 08.07.1971 zum Preis von 32011,49 DM beschlossen. Die Anschaffung eines Fahrzeugs hatte zur Folge, dass das Gerätehaus umgebaut werden musste.

Am 01.10.1971 wurde durch den Beschluss des Gemeinderates die Eingliederung der Gemeinde Unterschwandorf nach Haiterbach beschlossen. Der Startschuss für die Gesamtwehr Haiterbach war gefallen.

Die Feuerwehr Unterschwandorf feierte mit einem großen Jubiläumswochenende vom 14. bis 15. Juni 1980 sein 25-jähriges Bestehen.  

Der Gemeinderat der Stadt Haiterbach beschloss am 01.09.1993 den Kauf eines TSF/W zum Angebotspreis vom 208.587,59 DM. Ein Jahr später wurde das Geräthaus in Unterschwadorf umgebaut und grundlegend saniert. Am 09.10.1994 wurde das umgebaute Gerätehaus eingeweiht und das neue Feuerwehrfahrzeug feierlich übergeben.

Am 14.12.2018 beschloss der Gemeinderat ein neues TSF-W für die Abteilung Unterschwandorf zu beschaffen. Die Abteilungsstärke entwickelt sich konstant weiter. Derzeit sind 18 Feuerwehrangehörige in der Wehr aktiv.

Quelle: Gemeinderatsprotokollen und Protokollbücher der Feuerwehr

  

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